Rektorenkonferenz der deutschen Kunsthochschulen (RKK)

In der Rektorenkonferenz der deutschen Kunsthochschulen (RKK) haben sich diese in ihrer ganzen Vielfalt und auch Heterogenität zu einem bildungspolitischen Forum zusammengeschlossen. Die regelmäßige diskursive Kooperation dient dem Erfahrungs- und Meinungsaustausch der Kunsthochschulen untereinander über ihre wesentlichen Aktivitäten und Interessen sowie über Belange der an ihnen angesiedelten Studiengänge, z. B. der Bildenden Künste und des Kunstlehramts. Zu ihren Anliegen und Arbeitsgebieten zählen unter anderem die Gestaltung von Studienreformen und Entwicklungen in der Hochschulgesetzgebung. Darüber hinaus erörtert die RKK auch hochschul- und kulturpolitische Fragestellungen generell. Sie steht dazu in Austausch mit der Rektorenkonferenz der deutschen Musikhochschulen (RKM) und der Hochschulrektorenkonferenz (HRK).

Die RKK schafft öffentliche Aufmerksamkeit für die politischen, sozialen, rechtlichen und wirtschaftlichen Bedingungen der deutschen Kunsthochschulen, wirbt für deren Ziele und vertritt diese gegenüber der Öffentlichkeit und den politischen Entscheidungsträgern. Über regionale und nationale Grenzen hinaus steht die RKK im Dialog mit weiteren Kunst- und Bildungseinrichtungen.

Als Forum der Meinungsbildung und der Interessenvertretung der deutschen Kunsthochschulen hebt die RKK die Bedeutung der bedingungslos freien Kunst für eine komplex konzipierte Gesellschaft hervor und engagiert sich für die Stärkung des Interesses an den Künsten, insbesondere der Förderung des künstlerischen Nachwuchses.

  • Universität der Künste Berlin
  • Weißensee Kunsthochschule Berlin
  • Hochschule für Bildende Künste Braunschweig (HBK)
  • Hochschule für Künste Bremen
  • Hochschule für Bildende Künste Dresden
  • Kunstakademie Düsseldorf
  • Staatliche Hochschule für Bildende Künste - Städelschule
  • Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
  • Hochschule für bildende Künste Hamburg
  • Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe
  • Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe
  • Kunsthochschule Kassel
  • Muthesius Kunsthochschule
  • Kunsthochschule für Medien Köln
  • Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (HGB)
  • Kunsthochschule Mainz
  • Akademie der Bildenden Künste München
  • Kunstakademie Münster
  • Akademie der Bildenden Künste Nürnberg
  • Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main
  • Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf
  • Hochschule der Bildenden Künste Saar
  • Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart
  • Bauhaus-Universität Weimar

Gegen Studiengebühren für Studierende aus Nicht-EU-Ländern

In Baden-Württemberg sind Studiengebühren für Studierende aus Nicht-EU-Ländern eingeführt worden. Im Koalitionsvertrag der Landesregierung NRW ist eine solche Gebühr vorgesehen, bisher aber nicht umgesetzt worden.
Die Maßnahme läuft sowohl konträr zum politischen Auftrag zur Internationalisierung als auch dem internationalen Selbstverständnis von Kunsthochschulen.
Wenn sich das deutsche Bildungssystem positiv von anderen Vergleichbaren unterscheidet, dann ist es durch die gleichen Bildungschancen für alle. Das schließt selbstverständlich auch die internationalen Studierenden mit ein.
Die Maßnahme übersteuert das Prinzip der Bestenauslese. Die Zulassung zu Kunsthochschulen erfolgt über kompetitive Eignungsfeststellungsverfahren. Studienplätze werden aus Prinzip an die vielversprechendsten Kandidatinnen und Kandidaten vergeben, unabhängig von Vorbildung, Herkunft oder Finanzlage.
Die Maßnahme bewirkt einen Rückgang qualifizierter Bewerberinnen und Studierender aus dem nicht-europäischen Ausland.
Der zu erwartende Rückgang internationaler Studierender wird deutsche Studierende im internationalen Wettbewerb dahingehend benachteiligen, als dass weniger Erfahrungen mit internationalen Kommilitoninnen und Kommilitonen gesammelt werden und das Erlernen interkultureller Kompetenz erschwert wird.
In Baden-Württemberg bleibt nur ein Drittel der Gebühr an den Hochschulen. Mit solch geringen finanziellen Mehreinnahmen können keine nennenswerten Maßnahmen zur Verbesserung der Studienrahmenbedingungen internationaler Studierender eingeführt werden.
Für kleine Hochschulen mit teilweise weit unter 1000 Studierenden und einer entsprechend dünnen Personaldecke in der Verwaltung ist der zusätzliche Verwaltungsaufwand (Eintreibung von Studiengebühren, Durchführung komplexer Auswahlverfahren gebührenbefreiter Studierenden) nicht annähernd kostendeckend zu betreiben.
Offen bleibt schließlich, wer die zu erwartenden Fälle sich einklagender Studierender bearbeiten wird.

Sprecher Prof. Dr. Hans Ulrich Reck, Kunsthochschule für Medien Köln

Stellvertretende Sprecherin Prof. Gabriele Langendorf, Hochschule der Bildenden Künste Saar, Saarbrücken

Referentin Christina Hartmann, Kunsthochschule für Medien Köln